Austramax
Die Austramax 300 kommt, wie der Name schon vermuten lässt aus Australien. Die Lampe hat 300HK und wird mit Petroleum (Kerosene) betrieben. Vorgeheizt wird mit Spiritus. Die Grösse der Lampe entspricht der 200er Coleman. Die Tankprägung ist leider sehr unscharf und nicht sehr gut leserlich... Der Tank soll aus Rostfreiem Stahl gefertigt sein, schauen wir mal ob es stimmt, die Zeit wird es zeigen.
Die Laterne leuchtet noch besser bei Verwendung von Benzin. Dazu sollte aber das Pumpenbodenventil gegen ein Benzinbeständiges ersetzt werden.
Nachtrag I:
Die originale O-Ring Pumpe habe ich durch eine Ledermanschette einer Petromax ersetzt.
Ditmar 505
Die Ditmar 505 aus Österreichischer Produktion, kam in einem recht schäbigen Zustand bei mir an: Es fehlten Nadel, Düse und der Tonbrenner. Vom Glas ganz zu schweigen. Beim Instandsetzten stellte ich fest, dass es scheinbar keine ET mehr gibt. So habe ich dann den Vergaser oben mit einem 5,2mm Bohrer aufgebohrt, ein M6 Gewinde geschnitten und dementsprechend eine 350er PX-Düse mit M6 versehen, und schon war das erste Problem gelöst. Für die PX-Nadel benötigte ich eine PX-Vergaserstange (Oberteil) und habe diese gekürzt und unten ein neues M3 Gewinde geschnitten. Zu guter Letzt mußte der fehlende Tonbrenner noch ersetzt werden, Versuche mit PX-Brennern (150+250) scheiterten, ich habe mir dann einen Messingbrenner in der Schweiz anfertigen lassen ;). Mit diesem Brenner war dann alles gut. Mittlerweile hat die Lampe mehrfach den Besitzer gewechselt und ich habe leider den Überblick verloren, wer der aktuelle Besitzer ist.
Feuerhand
Die Feuerhand Starklichtlaterne wurde im Auftrag von Feuerhand bei der Firma Hipolito in Portugal von 1990 an gefertigt. 1997 wurde die Fertigung auf Grund der Pleite von Hipolito beendet. Die frühen Lampen hatten die Feuerhand-Prägung auf Tank und Haube, die späteren Exemplare nur noch die Markung auf der Haube. Diese Informationen habe ich von Jörg Wekenmann erhalten, der sich mit mehreren ehemaligen Mitarbeitern der Firma Nier/Feuerhand im Zuge seiner Recherchen zu den Lampen aus der Produktion der Firma Nier/Feuerhand seit längerem beschäftigt. Somit ist meine Lampe "leider" aus der neueren Produktion, denn es gibt keine Markung auf dem Tank. Nur das französiche Wort "Lanterne" ist auf dem Traggestell vorhanden. Die Lampen von Geniol und auch die Petro-Lite, allesamt mit den schwarzen Bedienelementen, stammen wohl aus dem gleichen Produktionszeitraum.
Nachtrag Januar 2011:
Die Feuerhand Starklichtlaterne wurde von 1989 ab vornehmlich für den Afrikanischen Markt produziert. Da aber der Absatz nicht den Erwartungen entsprach, wurde das Projekt bald wieder fallen gelassen. Bis 1996 wurden die vorhandenen Lampen von Feuerhand vertrieben. Die ursprünglich vermuteten Patentstreitigkeiten mit der Fa. Heinze stellen sich als falsch heraus, Heinze hatte nie Patente unter seinem Namen eingetragen (Quelle Jörg Wekenmann).
GEM-MAX
Die GEM-MAX wurde vermutlich in der DDR hergestellt, was auch plausibel ist, denn der Vergaser ist wie bei der Mewa aus Stahl, auch erinnern einige andere Details an die ostdeutschen Laternen.
HASAG 551LD
Die HASAG 551LD fand früher Verwendung bei der Schweizer Armee. Betrieben wird die Lampe mit Normalbenzin von der Tankstelle oder auch mit Waschbenzin. Die Lampe hat als Einzige in meiner Sammlung einen Korkeinsatz im Pumpenventil, der im Übrigen seine Arbeit sehr gut verrichtet. Der Namenszusatz "LD" steht für den 2loch Glühstrumpfhalter, welcher aber in dieser Lampe gar nicht montiert ist...An dieser Laterne freut es mich, dass sie mit minimalem Druck so schön leise läuft. Anfänglich verwendete ich 300/400er AIDA Glühstrümpfe die aber wohl zu groß waren, denn die Lichtausbeute der Lampe war sehr gering. Nachdem ich einen alten 250er Petromax-Socken verwende, ist die Lampe sehr viel heller.
Nach längerem Suchen und der Hilfe einiger netter Sammler bin mittlerweile an die Fresnell-Linse, den dazugehörigen Halter, der Aufhängung und dem absolut g*** Alustativ gelangt. Nun kann die erste OP kommen, an der Ausleuchtung des OP-Tisches wird es nicht mangeln.
Mewa
Mit dieser Lampe hatte ich anfangs nicht viel Glück. Das Pumpenbodenventil war undicht und es sträubte sich gegen jeden Versuch sich ausbauen zu lassen, die größten Schraubendreher hatten keine Überzeugungskraft, meine Arme nicht genug Muskelkraft. Zum Schluss hab ich es dann ausgebohrt. Dummerweise stellte sich dann heraus, dass leider der Schacht undicht war... Also auslöten, reparieren und wieder einlöten (ein PX-Schacht passt übrigens nicht). Komischerweise leuchtet die Lampe sehr zufrieden stellend, soll heißen: Benzin rein, vorheizen, pumpen und sie leuchtet :)
Von Jörg Wekenmann bekam ich die Information, dass die Mewa in Leipzig bis 1964 und von dort an in Beierfeld (BAT 200) produziert worden sind (Wissensstand 09/2010).
Petro-Pintsch
Die Petro-Pintsch Laterne ist auch eine der seltenen Starklichtlaternen, ich konnte noch nicht viel Informationen über den Zeitraum der Herstellung oder die Produktionsmengen in Erfahrung bringen.
Diese Lampe ist unbenutzt, und sie wird es wohl auch bleiben, da sie zu rar ist.
In Kappeln an der Schlei habe ich eine neuzeitliche Lampe aus dem Hause Pintsch gesehen. zwei Positionslampen mit rotem und grünem Glas.
Pico-Star
Die Pico-Star #572 mit Löffelrapid und 500HK. Viele der Bauteile sind mit "CL" gemarkt, ob es sich dabei um eine Herstellermarkierung von der Firma Continental-Licht handelt, ist nicht vollständig geklärt.
Nachtrag 11/2011: Die Lampen der Marke Picostar und Day-Lite wurden von der in Hamburg Bergedorf ansässigen Firma Meyer & Niss wohl bis in die 1970er Jahre produziert. Über die Markungen "CL" ist allerdings bis dato noch nichts bekannt. Ich danke Hans-Werner Jehn und Jörg Wekenmann für die gelungenen Forschungsarbeiten!
Nun habe ich auch eine grüne Pico-Star. Sie wurde nach dem 2. Weltkrieg hergestellt, da ein "Made in West Germany" auf dem Aufkleber prangt. Bekommen habe ich die Lampe von einem Forumskollegen, der sie wiederum aus einem Abbruchhaus hatte.
Mehrere Stunden in warmer Natronlauge haben den Rost und die Farbreste vom Traggestell verbannt. Dieses habe ich dann mit drei verschiedenen Grüntönen neu lackiert, aber mit eher mäßigem Erfolg. Vielleicht finde ich ja doch irgend wann mal einen wirklich passenden Farbton. Der Rest war der übliche Kram, neues Pumpenventil, neuen O-Ring für die Pumpe, Vergaserventil, Düse und Nadel neu. Das Petromax-Glas habe ich durch ein ungemarktes Glas ersetzt. Nach Vorheizein mit dem stabilen Löffelrapid leuchtete die lampe sehr hell, aber auch sehr laut.
AIDA 1500
Die AIDA1500 ist in einem sehr guten Zustand bei mir angekommen, incl. Karton, Trichter und einigen AIDA-Socken. Vermutlich hat sie der Vorbesitzer nur einmal kurz vor dem Verkauf abgefackelt...
Diese 1500er hat bestimmt schon einige Liter Petro verleuchtet, auf Grund des Rapidhebels ist sie etwas jünger als die Obige. Wenn man anhand der Bodenprägung davon ausgehen kann, ist diese Lampe in der 35. Woche 1970 am achten Tag hergestellt worden...Nun ja, die "3508" muss wohl eine andere Bewandtnis haben
. Ich nehme mal eher an, dass die Lampe bei Hipolito in Portugal hergestellt wurde, denn das "Made in" auf dem Tank und der Haube fehlt im Schriftzug und die Farben der Knöpfe erinnert an die der Hipolitos.
