Feuerhand 176
Die 176 wurde ab 1940-1942während des 2. Weltkrieges gebaut, 1943 wurde nochmals eine kleine Serie aufgelegt.. Auf Grund von Materialmangel ist diese Lampe nicht, wie üblich verzinnt, sondern lackiert worden.
Zitat Jörg Wekenmann:
"Die 176E sollte eigentlich eine echte Volkslampe werde. Wenig Materialverbrauch, geringer Verbrauch aufgrund des 1,5''' Dochtes. Dies klappte jedoch nicht, da Frowo weiterhin seine großen Lampen produzierte und die Abnehmer wie RAD, Fuhrunternehmen, Baufirmen die großen Lampen haben wollten."
Feuerhand 201
Ein Lampenfreund hat mir in Sassenberg 2009 diese Lampe geschenkt. Sie wurde irgendwann mal türkis angemalt und war ursprünglich wohl dkl. grün (?). Nach 3 Tagen in Natronlauge konnte ich die Farbschichten abwischen und sie anschl. mit Klarlack vor weiteren Rostattacken schützen. Das rote Glas (kein Feuerhand-Glas), welches ich ebenfalls von ihm bekam, erzeugt ein schönes Licht.
Dieses Modell wurde 1941/42 gebaut. Es wurden die gleichen Luftrohre wie bei der FH 305 verwendet, ebenfalls aus Materialgründen wurden die oberen Halteschellen des Bügels weggelassen.
Zitat Jörg Wekenmann:
"Diese Halteschelle oben an den Luftrohren der FH 201 war eine der frühen Erfindungen der Firma Nier (DRP 277019 von 1912) und wurde so von 1912 bis 1941/42 bei behalten. Vom Prinzip her war sie mit Einführung der Verkrimpung der Luftrohre oben (ab 1924 patentiert) überflüssig. Man behielt sie wohl bei weil sie das Gesicht der 201 eindeutig prägte."
Feuerhand 276
Die Feuerhand 276stk70 ist die typische Baustellenabsicherungslaterne (tolles Wort
) bis in die 1980er Jahre gewesen, jeder Mann hat wohl während seiner Kindheit mit ihr erste Petro- Erfahrungen gesammelt, schliesslich waren diese Lampen viel genutzte Lampen in Baumhäusern und anderen ähnlichen Etablissements. Produziert wurde sie von 1955 bis ca. 1980, die ersten Modelle hatten eine Saughilfe mittels Steigrohr, die späteren Laternen hatten einen Filzstreifen am Docht um zu gewährleisten, das die Lampe wirklich den letzten Tropfen aus dem Tank verleuchtet.
Die 276 wird immer noch in Hohenlockstedt in Schleswig-Holstein produziert, es gibt sie in vilen verschiedenen Farben zu kaufen, auch sind Sonderprägungen möglich, so wie die jährliche "Sassenberg" Lampe (mit der jewiligen Jahreszahl) die zum großen Lampentreffen hergestellt wird.
Feuerhand Atom 75
Die Feuerhand Atom 75 ist die kleinste von Feuerhand produzierte Petroleumlampe, sie wurde 1936-1942 hergestellt. Ich konnte dieses Exemplar gegen Petromax-Teile eintauschen. Bei zu starker Befüllung „ploppt“ sie bei Betrieb ganz aufgeregt. Durch verkleinern der Flamme lässt sich dieses Problem meist beseitigen. Sie ist vor 1939 produziert worden. Es ist schon die “neue” Prägung vorhanden und sie ist nicht lackiert, sondern verzinnt.
Feuerhand Warnfackel und Kerzenlaterne
Die Feuerhand Warnfackel wird lt. Anleitung mit Diesel betrieben. Mitgebracht hat sie mir ein Freund, der sie auf einem Flohmarkt in Bad Oldesloe entdeckte. Auf Grund der immensen Rauchentwicklung (auch miit Petroleum oder Lampenoel) lässt sich die Warnfackel leider nicht zur lauschigen Gartenbeleuchtung verwenden. Bei dieser Warnfackel handelt es sich um die letztere (ab ca. 1960) der zwei Ausführungen, die ersten Fackeln (ab 1956) hatten einen glatten Tank.
Die Kerzenlaterne bekam ich anlässlich eines Stammtisches geschenkt. Es passen die grossen Teelichte hinein. Dieses Modell wurde ab 1972 produziert und gehört wohl zur 2. Generation diesen Typs. Die späteren Modelle haben jeweils zwei Entlüftungslöcher pro Seite und Noppen am Boden um ein sicherern Stand zu gewährleisten.
