Feuerhand 176 Luftschutz

Nach vielen Jahren des Suchens habe ich im Juni 2017 endlich eine Feuerhand 176 Lu in aktzeptablem Zustand gefunden. Der Tank ist dicht, keine Fehlteile, nur die Oberfläche war recht mies. Ehemals grün, dann rot und zum Schluß hat jemand mit dem Dremel versucht die Farbschichten zu entfernen... Bei einem Freund konnte ich die Lampe sandstrahlen, anschließend habe ich sie mit Mipa Sprühlack RAL 6006 neu lackiert.

Feuerhand 176 Lu   Feuerhand 176 Lu

Feuerhand 176 Lu


 

Feuerhand 275

Die Feuerhand 275 ist, bis auf den Tank, Baugleich mit der Feuerhand 276. Die 275 leuchtet mit einer Tankfüllung etwa 14std. lang. Produziert wurde sie bis in die 1970er Jahre im Schleswig Holsteinischen Hohenlockstedt bei Nier.

Feuerhand 275


 

Feuerhand 280

Die Feuerhand 280 ist wohl die größte Feuerhand, die je produziert wurde. Der Produktionszeitraum waren die frühen 1930er Jahre. Zum Größenvergleich: eine Feuerhand Atom 75.

Feuerhand 280

Mittlerweile wurde die Lampe gesandstrahlt und mit Klarlack behandelt. 

Nach vielen Jahren des Wartens und Suchen habe ich Ende 2016 doch noch ein passendes, originals Glas gefunden. Auf der Vorderseite das Feuerhand Logo, an den Seiten die Glashalter und hinten der Feuerhand Schriftzug.

Feuerhand 280   Feuerhand 280


Feuerhand 175

Die Feuerhand “175 Super Baby” ist ein kleine hochwertige Dochtlampe aus dem Hause Nier. Mit einer Höhe von ca. 20cm ist sie um einiges kleiner als die noch produzierte FH276.

Feuerhand 175


Feuerhand 176

Die Feuerhand 176E wurde ab 1940-1942 während des 2. Weltkrieges gebaut, 1943 wurde nochmals eine kleine Serie aufgelegt.. Auf Grund von Materialmangel ist diese Lampe nicht, wie üblich verzinnt, sondern lackiert worden.

Zitat Jörg Wekenmann:

"Die 176E sollte eigentlich eine echte Volkslampe werden. Wenig Materialverbrauch, geringer Verbrauch aufgrund des 1,5''' Dochtes. Dies klappte jedoch nicht, da Frowo weiterhin seine großen Lampen produzierte und die Abnehmer wie RAD, Fuhrunternehmen, Baufirmen die großen Lampen haben wollten."

Feuerhand 176E


Im Sommer 2013 haben wir einen schönen Urlaub in Thüringen verbracht. Dort war ich auf mit einem befreundeten Lampensammler auf einem Flohmarkt in Mühlhausen. Auf der Suche nach einem Urlaubsmitbrigsel habe ich diese wirklich gut erhaltene Feuerhand 176E gefunden. Einige kleine Undichtigkeiten wurden beseitigt, ein neuer Docht eingezogen und nach ca. 70 Jahren darf sie wieder leuchten.

Feuerhand 176E   Feuerhand 176E


Feuerhand 201

Ein Lampenfreund hat mir in Sassenberg 2009 diese Lampe geschenkt. Sie wurde irgendwann mal türkis angemalt und war ursprünglich wohl dkl. grün (?). Nach 3 Tagen in Natronlauge konnte ich die Farbschichten abwischen und sie anschl. mit Klarlack vor weiteren Rostattacken schützen. Das rote Glas (kein Feuerhand-Glas), welches ich ebenfalls von ihm bekam, erzeugt ein schönes Licht.

Dieses Modell wurde 1941/42 gebaut. Es wurden die gleichen Luftrohre wie bei der FH 305 verwendet, ebenfalls aus Materialgründen wurden die oberen Halteschellen des Bügels weggelassen.

Zitat Jörg Wekenmann:

"Diese Halteschelle oben an den Luftrohren der FH 201 war eine der frühen Erfindungen der Firma Nier (DRP 277019 von 1912) und wurde so von 1912 bis 1941/42 bei behalten. Vom Prinzip her war sie mit Einführung der Verkrimpung der Luftrohre oben (ab 1924 patentiert) überflüssig. Man behielt sie wohl bei weil sie das Gesicht der 201 eindeutig prägte."

Feuerhand 201    Feuerhand 201


Feuerhand 276

Die Feuerhand 276stk70 ist die typische Baustellenabsicherungslaterne (tolles Wort ) bis in die 1980er Jahre gewesen, jeder Mann hat wohl während seiner Kindheit mit ihr erste Petro- Erfahrungen gesammelt, schliesslich waren diese Lampen viel genutzte Lampen in Baumhäusern und anderen ähnlichen Etablissements. Produziert wurde sie von 1955 bis ca. 1980, die ersten Modelle hatten eine Saughilfe mittels Steigrohr, die späteren Laternen hatten einen Filzstreifen am Docht um zu gewährleisten, das die Lampe wirklich den letzten Tropfen aus dem Tank verleuchtet.

Die 276 wird immer noch in Hohenlockstedt in Schleswig-Holstein produziert, es gibt sie in vielen verschiedenen Farben zu kaufen, auch sind Sonderprägungen möglich, so wie die jährliche "Sassenberg" Lampe (mit der jeweiligen Jahreszahl) die zum großen Lampentreffen hergestellt wird.

Feuerhand 276

Feuerhand 276 stk    Feuerhand 276 stk und 175

Der Docht der Feuerhand 276/stk70 und stk120 hat auf Grund der Tankgröße/höhe eine Filzsaughilfe (die späteren Modelle). Dieser Filz wird oben am Docht knapp unter dem Brenner platziert und mit dem kleinen Stoffstreifen und zwischen Tank und Brenner geklemmt.

Feuerhand 276stk/70 Docht mit Saughilfe   Feuerhand 276stk/70 Docht mit Saughilfe


Seit dem Januar 2013 wird die Feuerhand 276 nicht mehr in der verzinnten Version produziert. Nunmehr wird sie verzinkt. Ich habe mir mal ein solches Exemplar in Hohenlockstedt im Shop von Herrn Elsner gekauft und werde es mal der Norddeutschen Witterung aussetzen.

links die "alte" verzinnte, rechts die neue verzinkte Sturmlaterne.

Feuerhand 276


Ein weiteres Modell ist diese Feuerhand 276/stk in Messing Ausführung. Sie wurde in geringer Stückzahl um 1988 in Hohenlockstedt gefertigt, auf Grund von Problemen bei der Fertigung (Spannungsrisse beim Tiefziehen) wurde von einer Serienproduktion abgesehen. Lediglich ca. 500 Laternen wurden produziert und an Mitarbeiter und ausgewählte Kunden verkauft. Etwas später wurde dann noch eine kleine Serie in VA aufgelegt. (Quelle J. Wekenmann)

Hier ein altes Prospektbild von 1988, freundlicherweise von J. Wekenmann zur Verfügung gestellt.

Feuerhand 276/stk   


Diese Feuerhand 276/stk wurde von der Bundeswehr angeschafft unter der Bezeichnung: "Vers.-Nr. 6260-12-120-5947"." Laterne, Petroleum, 25mm Höhe, mit Zubehör". Baujahr der Lampe ist vermutlich Juni 1976, was auf die beiden eingeschlagenen Ziffern (6 und 6) am Kaminfalz zurück zuführen ist. Die Kiste ist unbenutzt.

Feuerhand 276 Beleuchtungskiste   Feuerhand 276 Beleuchtungskiste


Feuerhand Atom 75

Die Feuerhand Atom 75 ist die kleinste von Feuerhand produzierte Petroleumlampe, sie wurde 1936-1942 hergestellt. Ich konnte dieses Exemplar gegen Petromax-Teile eintauschen. Bei zu starker Befüllung „ploppt“ sie bei Betrieb ganz aufgeregt. Durch verkleinern der Flamme lässt sich dieses Problem meist beseitigen. Sie ist vor 1939 produziert worden. Es ist schon die “neue” Prägung vorhanden und sie ist nicht lackiert, sondern verzinnt.

Feuerhand Atom 75


Feuerhand Warnfackel und Kerzenlaterne

Die Feuerhand Warnfackel wird lt. Anleitung mit Diesel betrieben. Mitgebracht hat sie mir ein Freund, der sie auf einem Flohmarkt in Bad Oldesloe entdeckte. Auf Grund der immensen Rauchentwicklung (auch miit Petroleum oder Lampenoel) lässt sich die Warnfackel leider nicht zur lauschigen Gartenbeleuchtung verwenden. Bei dieser Warnfackel handelt es sich um die letztere (ab ca. 1960) der zwei Ausführungen, die ersten Fackeln (ab 1956) hatten einen glatten Tank.

Feuerhand Warnfackel    Feuerhand Warnfackel

Feuerhand Warnfackel    Feuerhand Warnfackel

Hier Bilder vom Dezember 2012 bei starkem Wind und Regen:

Feuerhand Warnfackel   Feuerhand Warnfackel

 


Die Kerzenlaterne bekam ich anlässlich eines Stammtisches geschenkt. Es passen die grossen Teelichte hinein. Dieses Modell wurde ab 1972 produziert und gehört wohl zur 2. Generation diesen Typs. Die späteren Modelle haben jeweils zwei Entlüftungslöcher pro Seite und Noppen am Boden um ein sicherern Stand zu gewährleisten.

Feuerhand Kerzenlaterne