Optimus 200
Diese Optimus ist meine älteste Schwedin ;) . Auf dem Tank ist noch die alte ovale Weltkugel eingeprägt und die schwarz emaillierte Haube lassen auf eine Produktion zwischen 1931 und 1935 oder gar noch älter, schließen. Der Tank hat(te) mehrere Risse im Bereich des Falzes die mittlerweile fast vollstängig zugelötet sind, sie schwitzt nur noch minimal während des Betriebes.
Von einem Lampensammler habe ich eine weitere Optimus 200 als vorläufige Leihgabe bekommen. Interessanter Weise ist diese Lampe etwas anders und wohl auch etwas später gefertigt worden.
- Pumpe und Füllstandsanzeige sind an anderen Stellen im Tank
- die Optimus Weltkugeln neben dem Schriftzug sind horizontal gequetscht, bei meiner Lampe vertikal.
Diese 200er Optimus ist vermutlich aus dem letzten Produktionszeitraum. Das Loch zum Vorheizen im Traggestell ist mittig zum Vergaser angeordnet, was das Befüllen der Vorheizschale nicht gerade erleichtert..
Optimus 1200
Diese Optimus 1200 mit Drehrapid habe ich direkt aus Schweden bekommen. Der Knickvergaser hat ein Kegelventil und nicht das Petromax typische Fussventil im Tank. Viele 250er Petromax Teile wie Düse, Nadel, Pumpenventileinsatz, etc. passen in die Optimus.
Bei dieser 1200er fehlte anfangs der rote Emaille-Haubendeckel, bekommen hab ich ihn dann aus Schweden, schön finde ich bei dieser Lampe das Manometer welches einen extra Anschluss am Tank hat. Ansonsten ist die Lampe genau so aufgebaut wie die Messingversion oben.
Optimus (1)200
Die (1)200 in Chrom wurde für die schwedische Armee gefertigt. Als ich sie bekam war sie unbenutzt. Die "1200" auf dem Tank sprechen eigentlich für einen Tank mit Rapidstutzen, welcher aber nicht vorhanden ist. Dafür hat das Traggestell einen Ausschnitt für einen Rapid... Man hat wohl beim montieren der Lampe nur auf die falsch eingepresste Zahl 1200 geachtet und deshalb das falsche Traggestell auf den falsch beschrifteten Tank gesetzt...
Optimus 930
Die Optimus 930 mit 300HK ist eine sehr hübsche kleine Starklichtlaterne. Sie wird mit Petroleum betrieben und mit Spiritus vorgeheizt.
Die originale O-Ring Pumpe hat sehr bescheiden gepumpt und ist dann auch recht schnell kaputt gegangen. Um den originalen Pumpenknopf weiter verwenden zu können, habe ich eine Petromaxpumpe umgebaut: Die Petromax Stange habe ich am oberen Ende gekürzt und mit einem M4 Gewinde versehen, den Pumpenknopf auf M7 aufgebohrt, dort dann eine alte PX Düse reingedreht, den Sechskant abgeschliffen und in den Rest der Düse dann ein entsprechendes M4 Gewinde geschnitten. Jetzt hat die Lampe eine funktionierende Pumpe mit Ledereinsatz und der originalen Spreizfeder von Ernst Frei aus der Schweiz.
Da ich meine Lampen ja gerne mit Benzin betreibe, habe ich sämtliche Dichtungen durch Benzinfeste ersetzt. Leider war das Leuchtergebnis mit der original (?) 200er Düse sehr bescheiden. Erst nachdem ich eine 350er Petromax Düse montiert habe, leuchtet die Lampe sehr schön.
Der nicht ganz Alltagstaugliche Schirm der Schwedischen Armee durfte natürlich nicht fehlen. allerdings lässt sich die Optimus 930 mit diesem Schirm hervorragend als Schreibtischlampe verwenden, denn der Stoff ist absolut Blickdicht.
Optimus 300
Auch diese Optimus 300 habe ich von besagtem Kai bekommen
. Produziert wurde die Lampe vermutlich vor 1939, der rot emaillierte Haubendeckel wird nur mit einer Schraube auf der Haube befestigt.
Leider leuchtet die Lampe noch nicht sehr gut, die Mischkammer ist mehrfach gerissen und es qualmt aus dem Mischrohrpaddel, da das Paddel ausgeleiert ist.
Nachtrag:
Nach dem Wechsel der Mischkammer und dem Mischrohr leuchtete die Lampe mit einer starken Aura. Verschiedene Drücke führten zu keiner Änderung des Verhaltens. Nach dem Wechsel des Tonbrenners leuchtet die Lampe jetzt strahlend hell
.
Optimus 1300
Von einem befreundeten Lampensammler (Danke Kai!) habe ich diese Optimus 1300 mit dem interessanten Drehrapid bekommen. Das nicht ganz originale Handrad des Vergasers wurde liebevoll aus Holz nachgebaut und erfüllt seinen Zweck.
Was war zu tun? Eigentlich nichts wie er mir in einem Telefonat sagte....
Bei Licht betrachte (wie zweideutig
) war dann doch etwas zu tun (zum Glück).
- Das Handrad des Rapids war gebrochen und hielt nur noch am seidenen Faden
- Die Verschraubung Vergaserunteteil und Oberteil leckte
- Der Konus des Handrades dichtete nicht
- Die Nadel guckte zu weit aus der Düse raus
- Das Nadelgestänge war hakelig
Das Handrad habe ich auf der Rückseite mit Stabilit-Express ausgefüllt, die Verschraubung und den Konus habe ich leicht nachgeschliffen, die Nadelstange auf das richtige Maß gekürzt und die scharfen Kanten des Vierkants angeschliffen. Jetzt leuchtet die Lampe, wie immer bei den Optimus angenehm leise vor sich hin. Der vermutlichen Undichtigkeit werde ich aber noch auf den Grund gehen.
Nachtrag:
Der Druckverlust resultiert aus einem undichten Rapid und der nicht vollständig schließenden Entlüftungsschraube.
- Die Entlüftungsschraube habe ich mit etwas "Gewalt" einmal angezogen, so dass sich der Konus wieder gerichtet hat
- Der Konus des Rapids habe ich mit etwas feinem Schleifpapier geglättet, er ist nun auch wieder dicht.
Optimus 1551
Die 1551 ist eine Stahlblechlaterne, die wohl nicht mehr in Schweden produziert wurde. Sie ähnelt den billigen Petromax-Klonen aus Fernost.
Nachtrag Oktober 2011:
Durch einen Zufall habe ich bei einem Tauschgeschäft einen Original Karton für die Optimus 1551 bekommen.
