Petromax 829 Sickentank
Petromax 829/500cp mit Sickentank. Wie auch die „Löffelrapidlampe“ war das ein Geschenk eines Kumpels der sie im Keller stehen hatte, als Dreingabe gab es noch eine Butterfly mit dazu. Diese Bauform wurde nur kurz in den 1950er Jahren produziert, man erhoffte sich durch die geänderte Bauweise eine bessere Kühlung des Tanks, da die Luft zwangsweise am Tank vorbei ins Traggestell geführt wurde.
Petromax 829 mit Drehrapid
Die 829 mit Drehrapid ist Anfang der 1930er Jahre gefertigt worden. Der Drehrapid wurde leider nur eine relativ kurze Zeit verbaut. Auf Grund des Alters und dem damals verwendeten Messing hat diese Lampe unheimlich viel Risse im Traggestell, es ist so bröselig, dass man es gar nicht anfassen mag. Der Tank wiederum ist dicht und hat keinerlei Risse.
Petromax 829 B
Meine erste Starklichtlampe war eine Petromax 829B aus alten Bundeswehrbeständen. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einer neuen Lampe für unseren Zelturlaub in Dänemark. Nach langem Studieren der einschlägigen Kategorien im allseits bekannten Auktionshaus, bin ich immer wieder über die Petromax-Laternen gestolpert die mir bis dato völlig unbekannt waren. Über die Anzeige eines Lampenverkäufers bin ich dann in einem Forum gelandet, in dem sich alles um solche Lampen drehte. Nach intensivem Lesen bin ich zum Schluss gekommen, dass ich eine solche Lampe haben muss! Und zwar eine Petromax 829B aus Bundeswehrbestand, original verpackt aus den 1960er Jahren. Als die Lampe dann ankam, war ich recht aufgeregt und hab dann erst mal das Petroleum aus Versehen in den Pumpenschacht gegossen...
Von links nach rechts: PX827b, PX821/523, PX829B, Geniol, Hipolito
Petromax 829
Die Petromax 829 ist DIE Petromax an sich, sie wird seit Jahrzehnten gebaut und unterscheidet sich eigentlich nur durch (wichtige) Kleinigkeiten. Heut zu Tage wird sie, auf Grund ihrer Lichtstärke, auch oft nur HK500 genannt. Diese 829 ist unbenutzt aus alter Produktion in Deutschland. Die Tankbodenprägung "5003" deutet auf den 09.12.1970 als Tag der Herstellung hin.
Diese 829 mit der "LS"Prägung auf der Haube wurde vom Bund, bzw dem Luftschutz angeschafft.
Es gibt auch noch Hauben mit den Markungen ZB/BUND, Post, ZS (Zivilschutz)
Bei dieser Lampe fällt das Traggestell auf, es hat noch nicht die Riffelung der späteren Modell ab den 1960er Jahren, aber auch nicht mehr die Sicken des "Sickentank"-Modells (ca. 1955). Es handelt sich wohl somit um ein kurzes Übergangsmodell zum Ende der 1950er Jahre (lasse mich gerne berichtigen!!).
Eine weitere 500er Petromax ist diesePX 829 in poliertem Messing. Anfangs war sie "the ugliest Lamp of Town". Nachdem ich aber ca. 2 std Putzarbeit geleistet habe und den Schmodder runter poliert habe, sieht sie schon nicht mehr ganz so schlimm aus
. Sie leuchtet sehr zuverlässig. Durch das Einsetzen Benzin beständiger Dichtungen kann die Lampe mit normalem Tankstellenbenzin betrieben werden, dadurch reduziert sich die Vorheizzeit und das Anlaufen der Haube wird reduziert, da das Benzin mit niedrigerer Temperatur verbrennt als Petroleum (die Lampe ist nicht mehr in meinem Besitz).
Nachtrag 07/2011:
Nun habe ich wieder eine identische Lampe. Auch sie arbeitet sehr zuverlässig.
Petromax 828
Diese Petromax 828/350HK ist aus ehemaligem Dänischen Zivilschutz Bestand. Produziert wurde sie am 22.06.1964, was aus der Markierung auf dem Tankboden abzuleiten ist. Seitdem stand sie im verschlossenen Originalkarton in irgend einem Regal... Auf der Rückseite der Lampe ist das Wappen des Zivilschutzes eingraviert.
Petromax 826
Die 826 ist eine 350HK starke Lampe, sie wird ausschließlich mit Spiritus vorgeheizt und verfügt wie auch die 523 über keinen Rapidstarter. Diese sehr alte Lampe habe ich in Frankreich entdeckt, sehr oft wurde sie nicht benutzt, denn die Haube ist gar nicht angelaufen.
Diese Petromax 826 mit Bodenprägung "0255" wurde am 15.01.1965 produziert. Man kann hier das deutlich das "neuere" Traggestell erkennen, wie es bis heute nicht mehr geändert wurde.
Diese 826 kann bestimmt eine Geschichte erzählen... Der optische Zustand ist ja eher nicht so schön, was nach ca.70-75 Jahren auch verständlich ist, denn nicht alle Lampen haben ihr Dasein im Originalkarton irgendwo in einem Lager verbracht, diese wurde ausgiebig genutzt. Technisch ist sie jetzt wieder absolut instand gesetzt, ein neuer Gummieinsatz im Pumpenventil (vorher war ein Optimus-Einsatz verbaut), das Vergaseroberteil intensiv ausgeglüht und von den Ablagerungen befreit. Nadel und Düse konnten weiter verwendet werden.
