Petromax 900 Little Baby
Die Petromax 900 Little Baby ist die kleinste Laterne die von Erich & Graetz produziert wurde. Ich habe sie von einem befreundeten Lampensammler bekommen, der mir 2009 versprach, dass er die nächste Lampe, die er findet, mir gibt. Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an Jan R.
Zu tun war nicht viel: Eine 150er Düse und Düsennadel (ich habe erst einmal einen Ersatzvergaser einer 150er Geniol genommen, wg. des korrkten Düsengewindes). Desweiteren noch ein neuer Pumpenventileinatz und ein neuer Aladdin Glühstrumpf. Das Herstellungsdatum ist vermutlich der Januar 1939, zumindest ist eine "19" auf dem Tankboden mittels Reißnadel eingeritzt.
Petromax 2827
Die Petromax 2827 200HK, wurde während des 2. Weltkrieges hergestellt und ist aus Stahlblech gefertigt. Während der Kriegsjahre war das Messing für andere Zwecke vorgesehen und so mussten nicht nur Lampenhersteller auf das leider korrodierende Stahlblech zurück greifen.
Bei dieser Lampe war Einiges zu tun, bevor sie wieder leuchten konnte:
- Das Vergasergewinde im Tank war ausgenudelt.
- Das Mischpaddel war defekt, bzw. lose.
- der originale "Löffelrapid" fehlt (wie bei fast allen Lampen diesen Typs).
- Das Vergaseroberteil war total durch Ablagerungen blockiert.
- Das Vergaserventil schloß nicht mehr
Von einem befreundeten Sammler bekam ich einen Tank, dadurch war das Gewindeproblem schon mal gelöst. Das Loch im Mischrohr für das Mischpaddel habe ich zugelötet, den fehlenden Rapidhebel habe ich (leider nur) durch einen "Dominohebel" ersetzt. Die Ventilaufnahme im Vergaserunterteil habe ich ausgelötet und durch eine Aufnahme eines defekten Bauteils ersetzt. Dann noch das Pumpenventil mit einer neuen Dichtung versehen und die Lampe konnte endlich wieder leuchten.
Petromax 821/523/250HK
Petromax 250HK der Schweizer Armee
Diese Laterne wurde speziell für die Schweizer Armee hergestellt: Der Tank der großen 500er, das komplette Oberteil und Traggestell der kleineren 250er vereint zu einer Lampe. Durch diese Bauform wird eine Leuchtdeuer von bis zu 16 Std. erzielt, desweiteren passt die Lampe so in die vorhandenen Transportkisten der Schweizer. Die Schweizer hatten bei der Fertigung der Lampe aber einige Besonderheiten in Auftrag gegeben:
- Schutz vor verkehrter Montage der Haube (Bild 3)
- "umgekehrt" montiertes Handrad, analog zur HASAG 551 (Bild 2)
- Montage einse Stützbügels zur Verwendung von 2Loch Strümpfen
- Spreizfeder im Pumpenleder (wird jetzt wieder von Ernst Frei in der Schweiz angeboten)
- Inbus-Schraube zur Fixierung des Mischrohres
Wie auch die älteren HASAG Laternen der Schweizer Armee, leuchtet auch die 821/523/250HK mit Benzin. Vorgeheizt wird mit Spiritus, einen Rapidstarter gibt es nicht.
Petromax 821/523/250HK in Chrom
Die Lampe habe ich aus Einzelteilen verschiedener Lampen selbst zusammen gebaut, in Anlehnung an das "Schweizer Original", allerdings ist sie dadurch recht teuer geworden..., aktuell fehlt mir immer noch ein verchromtes Traggestell ohne Rapidausschnitt. Sie ist eine meiner Lieblingslampen, denn die lange Leuchtdauer bei nicht zu starker Helligkeit ist sehr angenehm, auch sind die Proportionen recht ansehnlich. Das anfänglich noch blaue Handrad hat sich innerhalb von zwei Jahren ins Braune verfärbt. Eine richtige Petromax ist diese Lampe eigentlich nicht, denn einige der Bauteile, wie Haube, Traggestell und Vergaserunterteil sind von Geniol.
Für diese schöne Lampe habe ich dann auch eine passende Transportbox aus Holzgebaut:
Petromax 822
Die 822 ist eine sogenannte Tischlampe, oder auch Tablelamp mit 200HK. Produziert wurde sie in dieser Ausführung bis in die 1940er Jahre. Ich habe diese Lampe durch eine Anfrage über diese Website an mich ertauschen können, da der Vorbesitzer eine funktionierende Lampe benötigte und die 822 ihren Dienst verweigerte. Lt. Aussage des Vorbesitzers hat er die Lampe von einer Bekannten aus Schweden bekommen und sie schon längere Zeit in seinem Besitz gehabt.
Die Datierung der Lampe ist recht einfach, da in die Tankunterseite eine 1 und eine 9 eingeritzt sind, sie wurde kuz vor Beginn des zweiten Weltkrieges im Januar 1939 hergestellt.
Viel zu tun war eigentlich nicht, die Lampe wurde zerlegt, gereinigt mit neuen Benzinfesten Dichtungen und der originalen Spreizfeder aus der Schweiz ausgestattet. Die originale Düse und leider auch die Nadel waren nicht mehr zu gebrauchen, aber eine 250er Ausstattung funktioniert auch. Sogar das originale Glas hat all die Jahrzehnte überlebt.
Petromax 827b
Die Petromax 827B/250HK ist die kleine Schwester der 829b der Bundeswehr. Sie wird mit Petroleum betrieben und durch den Rapid vorgeheizt. Auch diese Lampe ist wie die Meisten für die Armeen hergestellten Lampen, matt-vernickelt.
Die 827 b war nicht für die Mannschaften geordert worden, meist standen sie als "Notbeleuchtung" bei den Truppführern in der Ecke und fristeten ihr Dasein als Staubfänger.
Petromax 834
Die Petromax Hängelampe 834 ist die kleinste Lampe dieser Baureihe, ich habe sie von einem Indischen Kaufmann (er sollte allseits bekannt sein ;) ) für viel Geld ersteigert. Zu meinem Glück funktionierte sie fast auf Anhieb und es fehlten keine entscheidenen Teile.
Bei der Montage des Manometers ist leider der Nippel abgerissen. Ich habe die Bruchstelle plangeschliffen und ein M4 Gewinde reingeschitten. Bei einer handelsüblichen Schraube habe ich auch ein entsprechendes Loch gebohrt und mit der Drehbank einen M4 Rohrnippel gedreht, so konnte ich das Manometer auf die Schraube schrauben und diese in den Tank eindrehen, nachdem ich das dortige Gewinde auf M8 abgeändert habe. Bei Gelegenheit werde ich den "Adapter" vielleicht noch einmal aus Messing nachbauen (passend zur Lampe).
Petromax 850
Die Petromax 850 ist eigentlich eine "Standard 2422", sie wurde in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges hergestellt und besteht auf Grund des damaligen Rohstoffmangels aus Eisen. Als ich sie bekam, war sie ein Haufen Blechschrott.
Die Probleme: das Mischrohr war verglüht und nur noch ein Haufen Messing. Der Vergaser war mehr als zu, der Exenter (die Nase ist abgebrochen) war hin, und die Düsennadel fehlte auch. Das Mischrohr habe ich durch eines einer 150er ersetzt, welches ich dann in die vorhandene Mischkammer eingelötet habe. Die Bedüsung der Lampe habe ich auch deshalb auf 150 reduziert. Der neue Exenter den ich montiert habe, zeichnet sich leider durch eine zu kurze welle aus (na ja, langsam werden die Neuteile ja wieder besser ;), da muss ich dann nochmal mit einer Feile ran, ansonsten lässt sich das Handrad nicht befestigen. Den Vergaser habe ich von unten erst einmal mit einem Bohrer und anschl. mit einem Bowdenzug gereinigt. Den Tank hat ein Freund gelötet (Danke Wilm), nun hält er wieder Druck.Jetzt leuchtet sie vor sich hin, nicht zu hell, nicht zu laut, ohne zu müffeln. eigentlich eine schöne Lampe für den täglichen Gebrauch, wäre der Tank nicht so rostanfällig...
